Lautsprecher-Test

Boxentest Mobile Hochzeits DJs für Mobile DiscoHeute war es endlich so weit: Unser ausgiebiger Lautsprecher-Test stand an.

 

Getestet haben wir sowohl Lautsprecher renommierter Markenhersteller, als auch Außenseiter in der Preisklasse von circa 210 Euro bis 1100 Euro.

 

Unsere Testkandidaten im Überblick:

QSC K12, circa 900 Euro

JBL PRX 612M, circa 1100 Euro

Electro Voice ELX112P, circa 650 Euro

RCF Art 312A MKII, circa 500 Euro

dB Technologies Cromo 12+, circa 370 Euro

Behringer B212 D, circa 210 Euro

the box PA302A, circa 260 Euro

 

 

 

Verwendetes Mischpult: Denon DN-X900 Digitalmischpult

Abspielgerät: Numark CDN 95 CD-Player

Medien: Diverse original CDs mit Rock, Pop, Elektronischer Musik und Klassik

Mikrofon: Shure Beta 58A

 

Hinweis zum Test: Dieser Test erhebt nicht den Anspruch, professionellen Kriterien genüge zu tragen. Weder wurden Messinstrumente verwendet, noch wird hier ausführlich jeder Lautsprecher bewertet. Vielmehr geht es um ein resümierendes Fazit und Eindrücke. Der Testaufbau sah so aus, dass alle Lautsprecher auf Stative gestellt wurden und abwechselnd mit angepassten Lautstärkeeinstellungen mit derselben Musik angesteuert wurden. Dabei waren alle EQs und DSP-Einstellungen flat.

 

Kurzfazit zu jedem Lautsprecher:

 

 

QSC K12, circa 900 Euro

 

Diese Box kennen wir sehr gut, da wir von dieser vor 3 Jahren 8 Stück angeschafft haben zusammen mit 4 KW181 Bässen. Seinerzeit unserer Meinung nach das beste auf dem Markt in der Preisklasse. Nach nur 3 Jahren hört man, dass die Entwicklung zur Zeit sehr schnell voranschreitet. Damals waren 1kW Digital-Amping noch etwas Besonderes - heute haben fast alle Boxen in dieser Klasse eine 1kW Class D-Endstufe eingebaut.

 

Pro:

-hoher Ausgangspegel

-klingt nie übersteuert durch eingebautes DSP

-saubere Abbildung

-für einen 12" Tieftöner großes Bassfundament

-viele Anschlussmöglichkeiten und keine unsinniges Einstellungen

-Flansch mit der Möglichkeit, die Box zu winkeln

-gute Sprachverständlichkeit

-gutes Feedback-Verhalten

 

Contra:

-manche Frequenzen (vor allem im oberen Mitteltonbereich) fehlen

-Gehäuse kratzanfällig (unsere Lautsprecher sehen mit Hüllen und guter Pflege jedoch noch aus wie neu)

-DSP regelt oft sehr stark, sodass es sehr "digital" klingt

 

 

JBL PRX 612M, circa 1100 Euro

 

Auch diesen Lautsprecher haben wir bereits oft im Einsatz gehabt. Inzwischen ist er im Preis stark gesunken; einighe Händler führen ihn bereits für unter 900 Euro. Hier hat man früher vor allem die Marke stark mitbezahlt.

 

Pro:

-hoher Ausgangspegel

-wertiges Holzgehäuse

-Flansch mit der Möglichkeit, die Box zu winkeln

 

Contra:

-Sound nicht so feinauflösend, wie bspw. bei der EV oder QSC

-Höhen zu präsent und spitz

-Einstellungen mittels Schalter nicht optimal

 

 

Electro Voice ELX112P, circa 650 Euro

 

Die absolute Überraschung im Test! Im Vorfeld haben wir viel Gutes über diese Box gelesen, jedoch auch ein paar negative Stimmen. Im test überzeugte der Lautsprecher so sehr, dass wir ihn zum Testsieger erklärt haben. Sie zeichnet bei fast allen Musikrichtungen sehr fein und hat dabei einen enormen Druck. Und der Preis liegt mit 650 Euro deutlich unter dem der Komkurrenz.

 

Pro:

-ausgesprochen homogener und guter Sound

-hoher Ausgangspegel

-Preis/Leistung gut

-relativ wertiges Holzgehäuse

-gute Sprachverständlichkeit

-gutes Feedback-Verhalten

 

 Contra:

-etwas simplerer Aufbau als QSC, sowohl vom Anschlusspanel als auch vom Innenleben

 

 

RCF Art 312A MKII, circa 500 Euro

 

Hier hat RCR leider mit der MKII einen sehr guten Lautsprecher veschlechtert, vermutlich zugunsten eines höheren Profits. So richtig überzeugen konnte dieser Lautsprecher uns nicht.

 

 Pro:

-Preis

-Sound akzeptabel

 

Contra:

-Sound im Vergleich zur MKI deutlich schlechter

 

 

dB Technologies Cromo 12+, circa 370 Euro

 

Die große Enttäuschung in diesem Test. Mit einem Preis von zwar nur 370 Euro relativ günstig, der Sound ist jedoch schlicht grausam. Das Design und die Haptik reihen sich nahtlos in dieses Bild ein.

 

Pro:

-Preis

 

Contra:

-schwammiger, ausdrucksloser Sound

-kein wertiges Gehäuse

-kein ansprechendes Design

 

 

Behringer B212 D, circa 210 Euro

 

Die Billig-Box aus dem Hause Behringer. Klingt dumpf und hohl, macht jedoch erstaunlich viel Pegel. Hier ist zwar ein 12 Zöller verbaut, jedoch ist dieser Lautsprecher von seinen Ausmessungen her der mit Abstand kleinste im Feld. Für Hintergrundbeschallung okay, für front einfach nicht zu gebrauchen. Das Bassfundament ist praktisch nicht verhanden, es fehlt untenrum einfach alles.

 

Pro:

-Preis

-Pegel für die Größe enorm

 

Contra:

-Bassfundament praktisch nicht vorhanden

-klingt dumpf

-für Mikrofonie nur bedingt zu empfehlen

 

 

the box PA302A, circa 260 Euro

 

Der Klassiker aus dem Hause Thomann. Schon seit zig Jahren auf dem Markt. unter Kennern als Preis-Leistungs-Tipp bekannt. Die Box sieht nicht schön aus und ist sehr groß, klingt jedoch ganz okay. Dadurch, dass noch alte analoge Technik verwendet wird, ist sie sehr schwer. Man hört jedoch stark heraus, dass hier kein DSP andauernd regelt. Es klingt einfach analoger als die Konkurrenz.

 

Pro:

-Preis

-Sound ganz akzeptabel

 

Contra:

-schwer und unhandlich

-kein ansprechendes Design

 

 

Gesamtfazit: Wir haben uns gewundert, aber das Ergebnis hängt stark von der verwendeten Musik ab. So klingt bei 10 verschiedenen Chart-Liedern mal die eine, mal die andere Box besser, bei Live-Musik, Klassik, elektronischer Musik und Mikrofonie sieht das ganze schon wieder völlig anders aus. Unsere Favoriten sind ganz klar die QSC K12 und die EV ELX112P. Etwas dahinter folgt die JBL PRX612M. Einen Achtungserfolg hat die Thomann-Box erzielen können. Die RCF ist nicht schlecht, aber wir würden eher zu den größeren Modellen greifen. Ganz fair war dieser Test natürlich auch nicht, da wir verschiedene Klassen von den Herstellern verglichen haben, aber es soll eine grobe Einschätzung ermöglichen. Alles in allem haben wir uns dafür entschieden, demnächst einige der neuen EV ELX112P anzuschaffen, da diese sogar einen Tick besser klingt als die QSC K12 und um einige Euro preiswerter ist.

 

Für richtige High-End-Anwendungen greifen wir natürlich auf anderes Equipment zurück, etwa Seeburg, Kling und Freitag, GAE oder d&b. Für Hochzeitsfeiern bieten diese Lautsprecher jedoch einen super Sound, der in dieser Klasse sicher als High-End zu bezeichnen ist und Marken wie American Audio, den günstigen und alten HKs oder aber Sirus oder wie sie alle heißen um Längen überlegen sind.

 

ps

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